DN 1000 Wasserwerk Stolpe

in Projekte Kommunal

Projektbeschreibung
Im Wasserwerk Stolpe sollte eine ca. 10 km lange Rohwasserleitung DN 600 bis DN 1000 mit dem COMPREX®-Verfahren gereinigt werden. Der Einsatz von 3 synchronisierten COMPREX®-Einheiten mit 6 HAMMANN-Technikern erfolgte nonstopp in 24-Stunden-Schichten. Die 10 angesetzten Arbeitstage wurden am Projektende um 2 weitere Tage zum Nacharbeiten ergänzt.

In den folgenden kurzen Videos werden die einzelnen Arbeitstage sowie die Ergebnisse der TV-Befahrungen der Leitungen gezeigt.

Vorplanung
Im Vorfeld mussten umfangreiche Planungen durchgeführt und Genehmigungen eingeholt werden:

- Klärung der Spülwasserentsorgung
- Arbeit in Wasserschutzzone 1
- Gestattung zum Befahren des Waldes mit Kraftfahrzeugen
- Havarieplan-Erstellung
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Anreise
Die HAMMANN-Techniker reisten mit 4 COMPREX®-Einheiten nach Berlin. Drei Einheiten sollten für die Reinigung synchronisiert eingesetzt werden, die vierte Einheit diente als Ersatz zur Projektabsicherung.

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Arbeitsprozess nach Tagen

Tag 1: Spülauslass im Wald
Nach einer kurzer Besprechung startete morgens um 6 Uhr das Projekt in Borgsdorf. Gespült wurde zunächst nicht in Richtung zentaler Auslaufpunkt am Wasserwerk, sondern in zwei Container hinein, die hinter dem letzten Brunnen aufgestellt waren.
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Tag 2: enorme Ablagerungen im Wald
Gereinigt wurde gegen die Fließrichtung. In den Containern und vor allem auch auf dem Waldboden sammelten sich große Mengen an Austrägen.
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Tag 3: Hydraulikölverlust
Mit der Reinigung in Fließrichtung der rund 9 km langen Brunnen-Leitung wurde begonnen. Die COMPREX®-Einheiten wurden sukzessive umgesetzt und die Spülstrecke verkürzt.

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Tag 4: schweres Gelände
Die COMPREX®-Einheiten sind nun am 4. Einspeisepunkt angelangt. Auch der 5. Einspeisepunkt vor dem Autobahn-Düker wird beaufschlagt. Im Wasserwerk zeigen sich enorme Trübungen.

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Tag 5: Brunnen 5
Der 6. und 7. Einspeisepunkt sind an der Reihe. Die Leitungsstrecke bis zum Wasserwerk beträgt noch rund 5200 m.
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Tag 6: Premiere für 4 synchronisierte Equipments
Der 7. Eispeisepunkt wird beaufschlagt. Zum ersten Mal wurden 4 COMPREX®-Einheiten synchronisiert, um zusätzliche Energieimpulse bereitzustellen.

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Tag 7 und 8: starke Trübung im Wasserwerk
Der 8. Einspeisepunkt ist an der Reihe. Im Wasserwerk ist die Trübung enorm.
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Tag 9: zentraler Auslaufpunkt
Die Techniker sind am 9. Einspeisepunkt angelangt. Die Strecke zum Wasserwerk beträgt noch rund 850 m.
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Tag 10: Branchentreff
Immer noch wird der 9. Einspeisepunkt beaufschlagt. Ein Ende ist nicht abzusehen, immer noch zeigen sich starke Trübungen im Wasserwerk. Mit kompetenter Unterstützung des Wasserwerks Stolpe konnte die Hammann GmbH einen Branchentreff organisieren und interessierten Besuchern nach einführenden Vorträgen in einem nahegelegenen Gasthof die Reinigung am zentralen Auslaufpunkt im Wasserwerk zeigen. Wir sagen „Danke“.
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Ergebniskontrolle 1: TV-Befahrung DN 600
Abschnitt Galerie Borgsdorf vor und nach der Reinigung:
DN 600 von 1. Einspeisepunkt in Richtung Beginn Galerie gegen die Fließrichtung

Das Ergebnis ist zunächst ernüchternd: Trotz der enormen Austragsmengen im Wald konnten nicht alle Ablagerungen gelöst und ausgetragen werden. Beeindruckende Bilder!

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Ergebniskontrolle 2: TV-Befahrung DN 1000
zentraler Auslaufpunkt am Wasserwerk vor und nach der Reinigung:

DN 1000, Einbringung Kamera über Dom DN 500, Befahrung in Richtung Galerie gegen die Reinigungs- und Fließrichtung.

Beeindruckende Reinigungsleistung: DN 1000 sauber - angesammelte, lockere Ablagerungen an der Steigung eines bislang unbekannten Dükers.

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Tag 11 und 12 - Nachreinigung
Die Leitung DN 1000 wurde in 2 Tagen auf dem letzten, verkürzten Abschnitt nachgereinigt.

Der Einspeisepunkt wurde näher am bislang unbekannten Düker plaziert. Bei den Druck-, Wasser- und Luftmengen wurde stark variiert. Enorme Energieentfaltung und Reinigungsleistung.

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