Hintergrundwissen

Drainage- & Sickerleitungen spülen und reinigen

Drainageleitungen und Sickerleitung leiten Wasser drucklos aus dem Boden ab. Die Comprex® Reinigung war bisher für solche Anwendungen nicht geeignet. Durchflussrohrdichtkissen, die an Wartungsschächten in die Drainageleitung eingebracht werden, ermöglichen hingegen, die Comprex® Technik effektiv zur Reinigung einzusetzen. 

Das Wichtigste in Kürze: Eine Drainage wird gespült, indem Ablagerungen, Eisenocker (Verockerung) und Feinsediment aus den perforierten Rohren gelöst und ausgetragen werden. Die verbreitete Hochdruckspülung kann perforierte Drainagerohre belasten. Schonender ist die mechanische Reinigung mit Luft-Wasser-Impulsen: Sie löst die Beläge gezielt von der Rohrwand, ohne sie zu beschädigen, und stellt den Wasserabfluss wieder her – so bleibt die Drainage funktionsfähig und schützt das Gebäude vor Staunässe.

Mit Comprex® Sickerleitung spülen

Drainageleitungen – auch Drän- oder Sickerleitungen bezeichnet – nehmen Wasser aus dem umgebenden Boden auf und leiten es drucklos ab. Es gibt verschiedene Ausführungen der Sickerrohre:

1/3 geschlitzt (Mehrzweckrohr ), oben 2/3 geschlitzt (Teilsickerrohr) und allseitig geschlitzte (Vollsickerrohr). 

Mehrzweckrohr
Teilsickerrohr
Vollsickerrohr

Mehrzweckrohr

Teilsickerrohr

Vollsickerrohr

Drainageleitungen in Tunnel haben den Zweck, das Sickerwasser zwischen Betonschale und anstehendem Fels abzuleiten und somit von der Fahrbahn oder den Bahngleisen fern zu halten. In gewissen Abständen, normalerweise zwischen 50 m und 100 m, befinden sich Schächte zur Instandhaltung.

Für Drainageleitungen wie für Freispiegelleitungen erscheint im ersten Blick die Comprex-Technik nicht geeignet zu sein. Durchflussrohrdichtkissen ermöglichen jedoch, temporär für das Comprex-Verfahren geeignete Reinigungsabschnitte zwischen den Schächten herzustellen. Diese Durchflussrohrdichtkissen sind in verschiedenen Ausführungen für abgestufte Nennweitenbereiche von DN 100 bis DN 1200 verfügbar.

Ein zylindrischer schwarzer Rohrstopfen aus Gummi mit einem Metallventil und einem Schlauchanschluss an einem Ende liegt horizontal.
Diagramm eines Fahrzeugs, das durch ein Tor in ein schmales, von Mauern umgebenes Gebäude einfährt, das innerhalb des Gebäudes auf beiden Seiten Barrieren hat.

Durchflussrohrdichtkissen mit C-Kupplung

Einbau mit Abstützung

 

Bisherige Erfahrung

Das Verwenden von Durchflussrohrdichtkissen ermöglicht die Comprex® Reinigung sowohl mit extern eingebrachtem Frischwasser als auch mit angestautem Sickerwasser. Bei extern eingebrachtem Frischwasser findet die Reinigung in Fließrichtung des Sickerwassers statt. Dies erlaubt häufige Impulsfolgen für die Comprex® Steuerung. Steht kein Frischwasser zur Verfügung, lässt sich angestautes Sickerwasser beispielsweise in Teilsickerrohren verwenden. Dabei ist allerdings notwendig zu warten, bis das für die Comprex® Reinigung ausreichende Sickerwasservolumen angestaut ist. Die Druckluftimpulse treiben das Sickerwasser mehrmals gegen die Fließrichtung. Durch Ablassen der Druckluft im Durchflussrohrdichtkissen kann das mit Partikel beladene Sickerwasser abfließen. Nachdem das Durchflussrohrdichtkissen wieder geschlossen in der Sickerleitung anliegt, kann der nächste Reinigungszyklus beginnen.

Die Ablagerungen in Drainageleitungen können sehr unterschiedlich sein. In Tunneln kommt Sickerwasser mit den Betonschalen in Kontakt und es bildet sich mit dem CO2 aus der Tunnelatmosphäre Kalksinter. Mit der Zeit erhärtet dieser und verstopft Sickeröffnungen und sogar die Drainageleitung. Es gibt aber auch Drainageleitungen mit Ablagerungen, die lange Zeit weich bleiben. Solange Ablagerungen noch nicht erhärtet sind, lassen sie sich gut mit der Comprex® Technik entfernen. Dies gilt auch für jungen Kalksinter. Bei schnell erhärteten Ablagerungen empfiehlt sich die stationäre Comprex® Technik mit speziellen automatisch schließenden Absperrvorrichtungen.

Drainageleitung
Durchflussrohrdichtkissen angeschlossen an comprex Einheit

In Drainageleitung eingebrachtes Durchflussrohrdichtkissen

Eingebrachtes Durchflussrohrdichtkissen mit Abstützung und angeschlossener Comprex® Einheit in einem Tunnel

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Häufige Fragen zur Drainagereinigung

Woran erkenne ich eine verstopfte Drainage?

Typische Anzeichen sind Staunässe im Garten, dauerhaft feuchte Kellerwände, stehendes Wasser entlang der Leitung und ein steigender Pegel in den Kontrollschächten. Meist steckt Verockerung oder Schlamm dahinter.

Als Richtwert eine Kontrolle alle drei bis fünf Jahre. Bei eisenhaltigem Boden oder nach Baumaßnahmen häufiger. Entscheidend ist der Zustand in den Kontrollschächten.

Die Kosten hängen von Leitungslänge, Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad ab – eine pauschale Zahl ist wenig aussagekräftig. Wir prüfen die Situation vorab und nennen einen konkreten Preis.

Kurze, gut zugängliche Abschnitte ja. Hartnäckige Verockerung und längere oder verzweigte Leitungen brauchen Fachtechnik – sonst bleibt der Großteil der Ablagerungen im Rohr. Unsachgemäße Hochdruckspülung kann perforierte Rohre zudem beschädigen.

Verockerung (Eisen- und Manganablagerungen) lässt sich nicht verhindern, aber zuverlässig entfernen. Wirksam ist eine mechanische Reinigung, die die Beläge von der Rohrwand löst und austrägt – das Comprex-Verfahren nutzt dafür schonende Luft-Wasser-Impulse.

Was unsere Lösung auszeichnet:
Mit unserer Luft-Wasser-Impulsspülung Comprex® bieten wir eine effektive, nachhaltige und ressourcenschonende Reinigungsalternative.
Sie haben Fragen? Wir unterstützen Sie gern dabei, die passende Lösung mit Comprex® zu finden.

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