CIP-Optimierung für mehr Effizienz

CIP-Reinigung:
Kürzere Zyklen. Weniger Wasser. Gleiche Qualität.

Comprex® optimiert die Wasserphasen im industriellen CIP-Prozess durch gezielte Impulse aus Luft und Wasser (oder anderen Spülmedien) für kürzere Zyklen, deutlich weniger Wasser- und Medienbedarf und gleichbleibend hohe Reinigungsqualität.

Kürzere CIP-Zyklusdauer durch effizientere Wasserphase
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Weniger Wasser & Energie pro Reinigung
- %
Messbar

Reduzierter Medieneinsatz – anwendungsabhängig

Nachrüst­bar

Integration in bestehende CIP-Systeme möglich

Die Herausforderung

CIP Optimierung kostet Sie mehr als nötig

CIP-Reinigung, auch CIP Reinigung oder Clean-in-Place-Reinigung genannt, beschreibt die automatisierte Reinigung geschlossener Produktionsanlagen, Rohrleitungen und Komponenten ohne Demontage. In vielen Betrieben ist sie ein fester Bestandteil der hygienischen Produktion, verursacht jedoch durch lange Wasserphasen, hohen Medieneinsatz und Stillstandszeiten erhebliche Kosten.

In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist hygienische Sicherheit nicht verhandelbar. Gleichzeitig stehen auch Hersteller von Konsumgütern und Körperpflegeprodukten vor ähnlichen Herausforderungen: Klassische CIP-Reinigungsprozesse binden enorme Mengen Wasser, Reinigungsmedien und Energie und erzeugen lange Stillstandszeiten, die sich direkt auf die Produktivität auswirken.

Das Resultat: Angesichts steigender Betriebs- und Nebenkosten wird Produktivität zunehmend zum entscheidenden Standortfaktor.

Comprex® setzt genau hier an und optimiert vor allem die Wasserphasen innerhalb bestehender CIP-Prozesse, um Reinigungszeiten, Wasserverbrauch und Betriebskosten zu reduzieren.

Lange Wasserphasen – mangels besserer Alternative

Jede Stunde Stillstand für Reinigung bedeutet Produktionsausfall. Konventionelle CIP-Prozesse erfordern häufig ausgedehnte Wasserphasen – nicht weil es so sein muss, sondern weil effizientere Alternativen bisher nicht verfügbar waren.

Hoher Medieneinsatz

Lauge, Säure, Desinfektion, Spülwasser – der hohe Medieneinsatz führt zu erheblichen Einkaufs- und Entsorgungsaufwänden.

Wasserverbrauch unter Beobachtung

ESG-Reporting, Wassergebühren, Entsorgungskosten. Wassersparmaßnahmen werden für Industriebetriebe zunehmend zur Pflicht.

Wachsender Kostendruck

Energie, Wasser, Chemikalien, Entsorgung – die Betriebskosten pro CIP-Zyklus steigen. Gleichzeitig wächst der Druck, Ressourceneffizienz messbar zu verbessern und zu dokumentieren.

Das Comprex® Verfahren

CIP Reinigung optimieren durch Luft-Wasser-Impulse

Das patentierte Comprex® Verfahren setzt gezielte Luft-Wasser-Impulse ein, um Produktrückstände mechanisch aus industriellen Rohrleitungs- und Produktionssystemen zu lösen.

Die Wasserphasen im CIP-Zyklus werden damit drastisch effizienter – der Medienbedarf sinkt, weil die Chemie auf eine gründlicher vorgereinigte Oberfläche trifft und sich der Chemikalieneinsatz im CIP-Prozess somit messbar reduzieren lässt.

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Integration in Ihre CIP-Anlage

Die stationäre Comprex® Einheit wird direkt in den bestehenden CIP-Kreislauf eingebunden und lässt sich problemlos in jede gängige Steuerungsinfrastruktur integrieren – ob Siemens, Allen-Bradley oder andere. Der Umbauaufwand ist minimal: in der Regel Anschlüsse und ggf. einzelne Bypässe.

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Impulse statt Wasserspülung

Gezielte Luft-Wasser-Impulse lösen Produktrückstände mechanisch – schneller und gründlicher als konventionelle Wasserspülung.

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Chemie wirkt effizienter

Mechanische Reinigung löst Produktrückstände gründlicher als herkömmliche Wasserspülung. Die Chemie-Phase trifft dadurch auf eine besser vorgereinigte Oberfläche – geringere Chemikalienkonzentration und kürzere Einwirkzeit führen zum gleichen Ergebnis.

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Nachweis nach Ihrem Standard

Das Reinigungsergebnis ist sichtbar und messtechnisch erfassbar. Die Validierung erfolgt nach den internen Prozeduren und Anforderungen Ihres Betriebs – wir liefern die Grundlage dafür.

Messbare Ergebnisse
Kürzere dauer für CIP-Reinigungen. Niedrigere Kosten. Gleiche Qualität

Aus realen Kundenprojekten – ergänzt durch eine laufende Validierungsstudie des Fraunhofer-Instituts (Ergebnisse Q2 2026).

- %
Kürzere CIP-Reinigungszyklen
Durch effizientere Wasserphase
- %
Geringerer Wasserverbrauch
Weniger Energie für Aufheizung
Messbar
Reduzierter Medieneinsatz
Anwendungsabhängig – auf Anfrage
Nachrüst­bar
Integration in bestehende CIP-Anlage
Stationäre Systeme,
z.B. Pulse800
Comprex® live erleben
Sehen Sie den Unterschied selbst

Wir zeigen Ihnen das Comprex® Verfahren live – in unserem Technikum in Landau oder direkt bei Ihnen vor Ort. Bringen Sie Ihren konkreten CIP-Prozess mit: Zyklendauer, Medieneinsatz, Wasserverbrauch. Wir zeigen Ihnen, wo das Potenzial liegt.

Konventionell vs. Comprex®
Warum immer mehr Produktionsleiter umstellen
Kriterium Konventionelles CIP Comprex® CIP
Reinigungsdauer pro Zyklus Systemabhängig Bis zu 50% kürzer
Wasserverbrauch (Spül- & Wasserphasen) Sehr hoch Bis zu 90% geringer
Energiebedarf (Wasseraufheizung) Hoch Deutlich reduziert
Medienbedarf (Lauge, Säure, Desinfektion) Hoch Messbar reduziert
Hygieneergebnis Etablierter Standard Mindestens gleichwertig validierbar
Validierbarkeit & Dokumentation Etablierte Prozesse Kompatibel mit bestehenden Validierungsprozessen
Eignung für komplexe Geometrien Eingeschränkt Vollständig geeignet
Nennweitenwechsel & Wärmeübertrager Erfordert Sondermaßnahmen Vollständig kompatibel
Branchenübergreifend im Einsatz
CIP Reinigung für Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie

Ob Lebensmittel- und Getränkeproduktion, Konsumgüter- oder Pharmaindustrie: Überall dort, wo Produktleitungen und Prozessanlagen regelmäßig gereinigt werden müssen, kann das Comprex® Verfahren CIP-Prozesse effizienter machen.

Das sagen unsere Kunden
Erfolgsgeschichten aus Praxis und Partnerschaft
Comprex® im Einsatz und im Fokus
Projekte, Fachartikel und Ergebnisse aus der Praxis
AbwasserDüker

Ertüchtigung verstopfter Düker

Durch eine PE-Leitung lassen sich Comprex-Impulse in verstopfte, mit Wasser gefüllte Düker bis zur Ablagerung führen.
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Grobpartikel Austrag aus Trinkwasserleitungen
AbwasserPraxisbeispiel

Grobpartikel und Späne aus Rohrleitungen entfernen

Austragen von Grobpartikeln aus Rohrleitungen
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DrainageleitungenPraxisbeispiel

Reinigen von Drainageleitungen

PFAS aus Löschanlagen entfernen
Mehr erfahren
Luftaufnahme einer Kläranlage mit Spülverfahren, mit verschiedenen runden Tanks und blauen Strukturen.
AbwasserKläranlagen

Großkläranlage

Die Ablagerungsbildung in Schlammleitungen führte zu einem erhöhten Instandhaltungsaufwand im Anlagenbetrieb. Durch den Einsatz einer stationären Comprex® Unit konnte die aufwändige manuelle Reinigung ersetzt werden. ...
Mehr erfahren
Luftaufnahme einer Abwasseraufbereitungsanlage mit mehreren runden Klärbecken und rechteckigen Absetzbecken, die fortschrittliche Spülverfahren zeigt.
AbwasserKläranlagen

Großkläranlage

Reinigung von Schlammleitungen der Großkläranlage einer europäischen Hauptstadt
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Kostenfreier Vergleichstest
Schicken Sie uns Ihr Produkt – wir testen für Sie

Kein Aufwand vor Ort, keine Verpflichtung. Senden Sie uns ein Produktsample sowie eine kurze Beschreibung Ihres aktuellen CIP-Prozesses – wir führen den Vergleichstest in unserem Technikum in Landau durch und stellen Ihnen die Ergebnisse vor.

Vielseitig einsetzbar in der Industrie
Entdecken Sie weitere Anwendungen
Produktionssysteme
Produktionsanlagen, Produktleitungen,
Prozess- & VE-Wasserleitungen, Rohrleitungen
Wärmeübertrager
Plattenwärmeübertrager, Rohrbündelwärmeübertrager
Viskose Medien
Bei erhöhter Viskosität und besondere Strömungsbedingungen
Antworten auf die wichtigsten Fragen

Häufige Fragen zur CIP-Reinigung

Was bedeutet CIP-Reinigung?

Die CIP-Reinigung (Clean-in-Place) ist ein automatisierter Reinigungsprozess für industrielle Produktionsanlagen, Rohrleitungssysteme und verfahrenstechnische Komponenten, bei dem die Reinigung ohne Demontage erfolgt. Dabei werden definierte Reinigungsmedien durch das geschlossene System geführt, um Produktrückstände, Biofilm und Ablagerungen zu entfernen.
Einsatzbereiche der CIP-Reinigung: Lebensmittelindustrie, Getränke-, Pharma-, Chemie- und Konsumgüterindustrie. Das Ziel dabei ist, reproduzierbare Reinigungsergebnisse bei minimalem Produktionsstillstand zu gewährleisten.

Die Dauer einer CIP Reinigung hängt stark von der Anlage, dem Produkt und dem Verschmutzungsgrad ab. In vielen klassischen Prozessen werden Reinigungszeiten verlängert, wenn die mechanische Wirkung nicht ausreicht. Das führt dazu, dass Anlagen länger stillstehen als eigentlich notwendig.

Moderne Ansätze setzen genau hier an und verbessern die Vorreinigung, sodass weniger Zeit für nachgelagerte Schritte benötigt wird. Dadurch lassen sich Reinigungszyklen deutlich verkürzen, ohne die Reinigungsleistung zu beeinträchtigen.

Im Vergleich zu klassischen CIP-Verfahren ersetzt Comprex® Teile der Wasserphase durch gezielte Luft-Wasser-Impulse. Dadurch lassen sich Reinigungszeiten verkürzen, der Wasserverbrauch im CIP-Prozess senken und der Chemikalieneinsatz reduzieren.
Gleichzeitig bleibt die Reinigungsqualität nachweisbar erhalten. In vielen Anwendungen können Betriebskosten pro CIP-Zyklus messbar gesenkt werden.

Der Wasserverbrauch im CIP-Prozess kann durch Optimierung der Wasserphasen, verkürzte Spülzeiten und effizientere mechanische Vorreinigung reduziert werden. Technologien wie Luft-Wasser-Impulse ermöglichen eine gründlichere Entfernung von Produktrückständen, so dass weniger Spülvolumen erforderlich ist.

Eine Verkürzung der CIP-Reinigungszeit wird erreicht, wenn Produktrückstände schneller mechanisch gelöst werden und die anschließende Chemie-Phase effizienter wirkt. Durch optimierte Prozessführung lassen sich Stillstandszeiten reduzieren und die Produktionsverfügbarkeit erhöhen.

Die Betriebskosten eines CIP-Prozesses setzen sich aus Wasser, Energie für Aufheizung, Chemikalien, Entsorgung sowie Produktionsstillstand zusammen. In vielen Betrieben stellen diese Kosten einen erheblichen Anteil der laufenden Produktionskosten dar.

Die CIP-Reinigung eignet sich für Produktionsanlagen, Prozessleitungen, Rohrleitungssysteme, Wärmetauscher, Kühl- und Temperierkreisläufe sowie Tanks und verfahrenstechnische Komponenten.
Einsatzbereiche der CIP-Reinigung: Lebensmittelindustrie, Getränke-, Pharma- und Chemieindustrie. Hier wird CIP eingesetzt, um Produktrückstände und Biofilm zuverlässig zu entfernen – auch in komplexen Geometrien oder schwer zugänglichen Bereichen.

Ja. Moderne Optimierungslösungen können in bestehende CIP-Anlagen integriert werden. Die Nachrüstung erfolgt typischerweise durch Einbindung in den vorhandenen CIP-Kreislauf und die bestehende Steuerungsinfrastruktur.

Ja. Das Comprex® Verfahren kann im CIP-Prozess nicht nur mit Wasser, sondern auch mit anderen Spülmedien eingesetzt werden. Auch Medien mit höherer Viskosität (bis 100 cSt) eignen sich als Spülmedium.

Mehr zu Anwendungen mit viskosen Medien finden Sie hier: → Lösungen für viskose Medien

Wenn das eingesetzte Medium explosionsgefährdete Atmosphären verursachen kann (Ex-Bereich), lässt sich das Verfahren außerdem mit Inertgasen statt komprimierter Luft betreiben.

Die Reinigungswirkung wird durch Messwerte, Dokumentation und Vergleich mit der Ausgangssituation (Baseline) belegt. Typische Parameter sind Leitfähigkeit, pH-Wert, mikrobiologische Prüfungen oder produktspezifische Rückstandsanalyse.
Die Validierung erfolgt nach den internen Hygiene-, Qualitäts- und Prozessanforderungen des jeweiligen Betriebs und ist in bestehende Dokumentationssysteme integrierbar.

Eine Reinigungsanlage in der Brauerei dient dazu, Tanks, Leitungen und Abfüllsysteme ohne Demontage zu reinigen. Dabei werden vor allem Rückstände wie Hefe, Zucker und Biofilme entfernt, die sich im Produktionsprozess ablagern. Gerade in Brauereien ist eine reproduzierbare Hygiene entscheidend, damit Produktqualität und Geschmack konstant bleiben.

Zusätzlich ermöglicht die automatisierte Reinigung eine klare Standardisierung der Abläufe, was besonders bei häufigen Produktionswechseln wichtig ist. Moderne CIP Systeme tragen außerdem dazu bei, Stillstandszeiten zu minimieren und den Gesamtprozess wirtschaftlicher zu gestalten.

Eine Reinigungsanlage in der Brauerei dient dazu, Tanks, Leitungen und Abfüllsysteme ohne Demontage zu reinigen. Dabei werden vor allem Rückstände wie Hefe, Zucker und Biofilme entfernt, die sich im Produktionsprozess ablagern. Gerade in Brauereien ist eine reproduzierbare Hygiene entscheidend, damit Produktqualität und Geschmack konstant bleiben.

Zusätzlich ermöglicht die automatisierte Reinigung eine klare Standardisierung der Abläufe, was besonders bei häufigen Produktionswechseln wichtig ist. Moderne CIP Systeme tragen außerdem dazu bei, Stillstandszeiten zu minimieren und den Gesamtprozess wirtschaftlicher zu gestalten.

Eine CIP Anlage lässt sich in mehreren Bereichen optimieren. Dazu gehören die Prozesssteuerung, der Chemieeinsatz, die Rückgewinnung von Medien und vor allem die mechanische Reinigung. In den letzten Jahren wurden insbesondere Steuerung und Chemie weiterentwickelt.

Trotzdem arbeiten viele Anlagen weiterhin mit klassischen Reinigungsprinzipien. Genau deshalb liegt das größte Optimierungspotenzial oft in der mechanischen Wirkung, da hier physikalische Grenzen klassischer Systeme erreicht werden und neue Ansätze deutliche Verbesserungen ermöglichen.

Mehr Infos zum Thema

CIP Reinigung im modernen Anlagenbetrieb

Warum reinigen viele Betriebe ihre Leitungen beim Thema CIP Reinigung noch immer fast so wie vor 20 oder 30 Jahren? Diese Frage ist berechtigt. Schließlich sprechen heute alle von Industrie 4.0, von datengetriebenen Prozessen und von hochautomatisierten Anlagen. Genau deshalb fällt umso stärker auf, dass viele CIP Systeme beim Reinigungsprozess selbst noch nach alten Mustern arbeiten.

In der Praxis zeigt sich das immer wieder sehr deutlich. Lange Wasserphasen, hoher Chemieeinsatz, viel Energieverbrauch und vor allem lange Stillstandszeiten gehören in vielen Anlagen noch immer zum Standard. Das ist besonders kritisch, weil Wasser, Energie und Entsorgung längst klare Kostenfaktoren geworden sind. Die CIP Reinigung funktioniert grundsätzlich zuverlässig – daran gibt es keinen Zweifel. Die entscheidende Frage ist aber: Ist sie technisch wirklich ausoptimiert?

Genau darum geht es in diesem Artikel. Wir schauen faktenbasiert darauf, wo heute noch Potenzial in der CIP Reinigung steckt und warum vor allem die mechanische Reinigung ein oft unterschätzter Hebel ist.

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Das Wichtigste in Kürze! Die CIP Reinigung ist heute fester Standard in hygienischen Produktionsprozessen, läuft in vielen Betrieben aber noch mit überholten Reinigungslogiken. Besonders Wasserverbrauch, Chemieeinsatz, Energiebedarf und Stillstandszeiten zeigen, dass viele Prozesse technisch nicht ausgereizt sind. Das größte verbleibende Potenzial liegt vor allem in der mechanischen Reinigung. Wer seine CIP Anlage gezielt optimiert, kann Ressourcen sparen und die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern.

Wichtiger Hinweis vorab

Bevor wir tiefer einsteigen, ist ein Punkt wichtig: Alle Aussagen in diesem Artikel basieren entweder auf veröffentlichten Studien oder auf dokumentierten Erfahrungen aus der Industrie. Gleichzeitig gilt immer: Jeder CIP Prozess ist produktspezifisch. Das heißt, jede Auslegung und jede Optimierung muss am Ende individuell validiert werden.

Was bedeutet CIP Reinigung überhaupt?

Die CIP Reinigung – also Clean-in-Place – ist ein meist automatisierter Prozess, bei dem Anlagen gereinigt werden, ohne dass sie demontiert werden müssen. Genau das macht sie heute zum Industriestandard in hygienisch sensiblen Bereichen. Ob Lebensmittelindustrie, Getränkeproduktion oder Pharma: Die CIP Reinigung ist überall dort etabliert, wo reproduzierbare Sauberkeit und sichere Prozesse entscheidend sind.

Ein modernes CIP System hat dabei klare Vorteile gegenüber manuellen Reinigungsprozessen. Die Reinigung ist standardisiert, kontrollierbar und wiederholbar. Gleichzeitig lassen sich Prozesse automatisieren und dokumentieren, was insbesondere in stark regulierten Bereichen wichtig ist.

Der klassische Ablauf einer CIP Reinigung

Der Ablauf einer klassischen CIP Reinigung ist im Grunde in den meisten Anlagen sehr ähnlich. Üblicherweise beginnt der Prozess mit einer Wasservorspülung. Danach folgt eine Reinigung mit einer alkalischen Lösung. Anschließend wird mit Wasser zwischengespült, bevor eine Reinigung mit Säure durchgeführt wird. Am Ende steht eine letzte Spülung mit Wasser.

Jeder dieser Schritte erfüllt eine bestimmte Funktion. Die Vorspülung entfernt grobe Rückstände, die alkalische Phase löst organische Verschmutzungen, die saure Phase beseitigt mineralische Ablagerungen. Dieser Aufbau ist bewährt und in vielen CIP Anlagen fest etabliert. Genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen, wo innerhalb dieses etablierten Ablaufs überhaupt noch Optimierung möglich ist.

Die 4 Wirkfaktoren der CIP Reinigung (Sinnerscher Kreis)

Die eigentliche Reinigungsleistung einer CIP Reinigung basiert immer auf vier Faktoren. Erst wenn man diese vier Faktoren gemeinsam betrachtet, wird sichtbar, wo heute noch Optimierungspotenzial vorhanden ist.

Mechanik

  • Strömung im System
  • Schubspannung an den Rohrwänden
  • Entscheidend für das Lösen von Ablagerungen
  • Beeinflusst direkt die Effizienz der Vorreinigung

Chemie

  • Einsatz von Laugen, Säuren oder Enzymen
  • Löst organische und mineralische Rückstände
  • Unterstützt die Ablösung hartnäckiger Verschmutzungen
  • Kann bei effizienter Mechanik reduziert werden

Temperatur

  • Beschleunigt chemische Reaktionen
  • Unterstützt die Wirksamkeit der Reinigungsmedien
  • Erhöht die Löslichkeit von Rückständen
  • Steigert jedoch den Energieverbrauch bei höheren Werten

Zeit

  • Wird häufig genutzt, um Defizite auszugleichen
  • Führt oft zu unnötig langen Reinigungszyklen
  • Verlängert Stillstandszeiten der Anlage
  • Erhöht indirekt den Ressourcenverbrauch

Genau diese vier Faktoren muss man sich ansehen, wenn man verstehen will, warum viele CIP Systeme zwar funktionieren, aber noch nicht optimal arbeiten.

Wo wurde die CIP Reinigung in den letzten Jahren optimiert?

Wenn man die Entwicklung der letzten Jahre betrachtet, dann zeigt sich, dass die CIP Reinigung vor allem in drei Bereichen effizienter geworden ist. Optimiert wurde erstens in der Prozesssteuerung, zweitens in Chemie und Temperatur und drittens in der Rückgewinnung von Medien. Diese drei Bereiche haben die CIP Optimierung in vielen Betrieben verbessert. Gleichzeitig zeigt das Transkript aber auch sehr klar: Die mechanische Reinigung in der Wasserphase ist im Kern weitgehend unverändert geblieben.

Mechanik und Strömung: Warum mehr Turbulenz oft weniger bringt als gedacht

Schauen wir zuerst auf die Mechanik und die Strömung. Dazu gibt es eine Studie aus dem Journal of Food Engineering aus dem Jahr 2018. Untersucht wurde, wie stark höhere Turbulenzen tatsächlich dabei helfen, Verschmutzungen zu lösen – konkret ging es um Milchfouling. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Selbst wenn die Strömungsgeschwindigkeit massiv erhöht wird, also von einer Reynolds-Zahl von etwa 20.000 auf 100.000, steigt die Reinigungsleistung in der Vorspülung nur um rund 10 Prozentpunkte. Das bedeutet im Klartext: Mehr Pumpenleistung bringt deutlich weniger, als viele erwarten würden.

In der Praxis führt das häufig zu einem typischen Effekt. Wenn die gewünschte Reinigungsleistung nicht über mehr Mechanik erreicht wird, verlängert man einfach die Spülzeit. Das hat direkte Konsequenzen: mehr Wasserverbrauch, mehr Energieeinsatz und längere Stillstandszeiten.

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Gut zu wissen! In vielen Betrieben wird versucht, eine unzureichende Reinigungsleistung durch mehr Zeit, mehr Temperatur oder mehr Chemie auszugleichen. Das wirkt auf den ersten Blick logisch, führt aber oft nur zu steigenden Kosten und längeren Stillständen. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die mechanische Wirkung in der Wasserphase besonders. Dort liegt häufig der Punkt, an dem klassische Prozesse an ihre Grenzen stoßen.

Temperatur: Auch hier sind die Effekte begrenzt

Auch bei der Temperatur zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Studie macht deutlich, dass höhere Temperaturen zumindest in der Vorspülung ab etwa 45 Grad kaum noch zusätzlichen Effekt bringen. Das ist ein wichtiger Punkt, weil in vielen Anlagen Temperatur nach wie vor als einfacher Hebel gesehen wird.

Die technische Schlussfolgerung daraus ist klar: Mechanik und Temperatur helfen zwar, aber ihr zusätzlicher Nutzen nimmt deutlich ab. Wenn beide Faktoren an ihre Grenzen kommen, bleibt als nächster Hebel nur noch die Chemie.

Hier hat sich tatsächlich etwas getan

Genau an dieser Stelle hat sich in den letzten Jahren einiges entwickelt. Eine Studie zeigt beispielsweise, dass enzymatische Reinigungen bei etwa 50 Grad ähnliche Ergebnisse erzielen können wie klassische alkalisch-saure Reinigungen bei rund 80 Grad. Das sind bis zu 30 Grad weniger – und entsprechend auch ein geringerer Energiebedarf.

Ein weiterer Ansatz sind sogenannte Single-Phase-Detergents, bei denen mehrere Reinigungsschritte kombiniert werden und dadurch Zwischenspülungen eingespart werden können. Hier wurde also tatsächlich an Effizienz gearbeitet. Trotzdem zeigt die Praxis ein anderes Bild. Viele Betriebe setzen weiterhin auf klassische Abläufe. Der Trend geht häufig eher dahin, Chemie länger nutzbar zu machen, Verluste zu reduzieren und bestehende Prozesse effizienter zu fahren – nicht unbedingt dahin, das CIP System grundsätzlich neu zu denken.

Rückgewinnung von Medien: messbare Einsparungen, aber oft schon etabliert

Der dritte große Optimierungsbereich ist die Rückgewinnung von Medien. Hier kommen Verfahren wie Ultra- und Nanofiltration ins Spiel, mit denen sich CIP Lösungen aufbereiten lassen. Eine Studie zeigt Rückgewinnungsraten von etwa 75 Prozent. Bei bestimmten Inhaltsstoffen werden sogar Werte von über 99 Prozent erreicht. Eine weitere Studie zeigt außerdem, dass regenerierte Natronlauge eine vergleichbare Reinigungsleistung wie frische Lösungen haben kann. Das ist eine klar messbare Ressourceneinsparung und deshalb technisch wie wirtschaftlich hoch relevant.

Gleichzeitig hören wir aus der Praxis von vielen Partnern, dass Chemie – je nach Anwendungsfeld – ohnehin schon häufig im Kreislauf gefahren, nachdosiert und regelmäßig gereinigt wird. Auch hier gilt also: Es gibt Fortschritte, aber meist eher als Evolution statt als Revolution.

Die eigentliche Schwachstelle: mechanische Reinigung in der Wasserphase

Fasst man die Entwicklung der letzten Jahre zusammen, dann ergibt sich ein klares Bild: Die Steuerung wurde verbessert, der Chemieeinsatz wurde effizienter und Ressourcen werden teilweise wiederverwendet. Die mechanische Reinigung in der Wasserphase läuft dagegen im Kern immer noch gleich – nämlich über kontinuierliche Strömung. Genau hier liegt ein physikalischer Engpass. Die Schubspannung an der Rohrwand, also der Faktor, der für die Reinigungsleistung entscheidend ist, steigt zwar mit zunehmender Turbulenz an – aber eben nicht unbegrenzt. Irgendwann setzen Pumpenleistung, Druck und Geometrie klare physikalische Grenzen.

Und genau das führt in der Praxis dazu, dass viele Betriebe entweder länger spülen oder mehr Chemie einsetzen müssen. Beides erhöht Aufwand und Kosten, ohne den Prozess grundsätzlich besser zu machen.

Unser Ansatz: mechanische CIP Reinigung mit Luft-Wasser-Impulsen

Genau an diesem Punkt setzen wir an. Statt mit kontinuierlicher Wasserströmung zu arbeiten, reinigen wir Rohrleitungen mechanisch mit gezielten Luft-Wasser-Impulsen. Bei diesem Verfahren werden kleine Wasserblöcke durch Luftimpulse auf Geschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde beschleunigt.

Der entscheidende Effekt liegt in der mechanischen Wirkung: Durch diese Impulse entstehen lokale Wandschubspannungen, die bis zu 100-mal höher sein können als bei einer klassischen Durchströmung. Das bedeutet konkret, dass der Verschmutzungsgrad schon vor dem eigentlichen Chemieeinsatz deutlich stärker reduziert wird. Dadurch sinkt der Bedarf an Chemie, und gleichzeitig verkürzt sich die Gesamtprozesszeit. Genau das macht die mechanische Vorreinigung zu einem so starken Hebel innerhalb der CIP Optimierung.

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Wissenswert!Die mechanische Reinigung wird in vielen klassischen CIP Systemen noch immer unterschätzt, obwohl sie direkten Einfluss auf den Verschmutzungsgrad vor dem Chemieeinsatz hat. Wird dieser Schritt deutlich wirksamer, sinken meist automatisch auch Chemiebedarf, Wasserverbrauch und Prozesszeit. Genau deshalb liegt in der mechanischen Vorreinigung oft das größte verbleibende Einsparpotenzial.

Welche Einsparungen sind möglich?

Aus Anwendungen in vergleichbaren Reinigungsprozessen kennt man bereits sehr deutliche Einsparpotenziale. Möglich sind bis zu 80 Prozent kürzere Reinigungszyklen und bis zu 96 Prozent weniger Wasserverbrauch. Das klingt zunächst sehr weitreichend, ist mit impulsbasierter mechanischer Reinigung jedoch technisch nachvollziehbar. Für die Anwendung im eigentlichen CIP Prozess laufen aktuell Validierungen gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut. Ergebnisse werden Mitte 2026 erwartet. Wichtig ist dabei: Das System lässt sich in bestehende Anlagen nachrüsten, ohne dass die gesamte Prozessführung verändert werden muss.

Wohin entwickelt sich die CIP Reinigung?

Die weitere Entwicklung der CIP Reinigung wird vor allem davon abhängen, wie sich die mechanische Reinigungswirkung im Prozess gezielt verbessern lässt. Genau hier liegt ein zentrales Potenzial für mehr Effizienz bei Reinigungszeit, Medienverbrauch und Prozessstabilität.

Fazit: Zukunft der CIP Reinigung

Die größten weiteren Effizienzgewinne in der CIP Reinigung liegen dort, wo bislang oft noch mit unveränderten mechanischen Prinzipien gearbeitet wird. Moderne mechanische Ansätze zeigen, dass sich Wasserverbrauch, Chemieeinsatz und Reinigungszeit deutlich reduzieren lassen, wenn die Vorreinigung wirksamer wird. Anstatt Prozesse weiter zu verlängern oder mehr Chemie einzusetzen, geht die Entwicklung in Richtung effizienterer physikalischer Reinigung. Mit unserem Comprex® Verfahren setzen wir genau an diesem Punkt an: Durch gezielte Luft-Wasser-Impulse erhöhen wir die mechanische Wirkung im System und schaffen so die Grundlage für kürzere Reinigungszyklen, einen geringeren Ressourceneinsatz und eine insgesamt effizientere CIP Reinigung.

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